Was ist ein Schulhund?

Seit 2017 hat die Sälzerschule einen Schulhund, Emma.

Ein Schulhund ist ein speziell ausgebildeter Hund, der zur Förderung der sozialen Kompetenz einen hohen Beitrag leistet. Der Hund als Therapiebegleithund beeinflusst Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler positiv und fördert neben der Sozialkompetenz ebenso das körperliche Wohlbefinden in der Schule. Diese Hunde werden von Geburt an ausgebildet und in Schulklassen eingesetz. Dabei begleitet der Hund den Lehrer, der gleichzeitig sein Halter und Trainer ist, regelmäßig im Unterricht.

An der Sälzer-Gemeinschaftsgrundschule begleitet die Schulhündin Emma Frau Koslowski. Sie ist quasi der pädagogische Helfer von Frau Koslowski.

Informationen zu Emma

Emma ist eine Labrador-Hündin. Sie ist im April 2016 geboren. Es war von Beginn an Ziel, dass Emma einmal Schulhündin wird. Aufgrund dessen geht Emma seit dem Welpenalter in die Hundeschule und ist an viele optische und visuelle Reize sowie alltägliche Geräusche gwöhnt worden. 

Emma ist besonders ruhig, ausgeglichen, lernwillig, menschenbezogen, kinderlieb, gut erzogen und kann einen hohen Stresspegel ertragen, ohne Zeichen von Aggression zu zeigen. Dies sind Fähigkeiten, die ein Hund für den Einsatz in der Schule mitbringen muss.

Emma wird regelmäßig geimpft und entwurmt. Außerdem wird jedes Jahr ein Gesundheitscheck beim Tierarzt durchgeführt.

So hilft Emma in der Schule

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Anwesenheit eines Schulhundes sehr positive Veränderungen im Sozialverhalten der Kinder hevorrruft. In Gegenwart eines Hundes sind die Kinder viel entspannter. Dadurch, dass der Hund allen Kindern gleichermaßen Aufmerksamkeit schenkt, erfahren die Kinder eine besondere Wertschätzung, die wiederum ihr Selbstwertgefühl und somit auch ihr Selbstbewusstsein steigert. Sogar die Beteiligung der Kinder am Unterrichtsgeschehen (Erhöhung einer sprachlichen Aktivität) verstärkt sich.

Die Anwesenheit eine Schulhundes besetzt des Lebensraum Schule noch positiver und bietet Kindern, die sonst ohne direkten Kontakt zu Tieren aufwachsen, vielfältige Erfahrungen in diesem Bereich. Die Kinder lernen, ihr Verhalten an die Bedürfnisse eines Lebewesens anzupassen und übernehmen dadurch soziale Verantwortung. 

Durch den Schulhund lernen die Kinder den artgerechten und respektvollen Umgang mit einem Tiere und dadurch gleichzeitig Respket gegenüber anderen Mitschülern. Allein die tägliche Anwesenheit des Hundes fördert erfahrungsgemäß die Freude am Schulalltag und hilft so, Schulangst zu vermindern oder gar nicht erst aufkommen zu lassen

Im Unterricht wird das taktile Angebot, den Hund beispielsweise streicheln zu dürfen, konzentrationsfördernd. Hunde zeigen neue Wege des Umgangs mit Aggressionen auf, denn sie reagieren auf rücksichtsloses Verhalten mit vorsichtigem Rückzug. Damit zeigen sie Kindern auf neutrale Weise, dass ihnen unkontrollierte Aggressionen selbst schaden. Bei schüchternen Kindern fungiert der Hund als Eisbrecher.

All dies wird vor allem dadurch erreicht, da der Hund unmittelbar auf die Verhaltensweisen der Kinder reagiert. Behandeln Kinder den Hund liebevoll, kann Emma zu einem zuverlässigen Partner werden. Behandeln die Kinder Emma allerdings grob, wird sich Emma abwenden und zurückweichen. Besonders Kinder erleben sich im Umgang mit Junden als kompetent und mündig handelnde Wesen und lernen, Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen.

Der Einsatz von Emma als Schulhündin ist daher eine wirkungsvolle Ergänzung zum konventionellen Unterricht.